In Flames

Von wegen Web 2.0-Hype: viele Unternehmen schrecken (gottseidank!)– immer noch davor zurück, eine eigene Online-Comunity aufzubauen. Zu groß ist die Angst davor, dass sobald man das Mitmach-Internet für Hinz, Kunz und Susi1978 öffnet, auch schon die ersten Trolle auf der Matte stehen und in hämischen Kommentaren alles und jeden und (worst case!) vielleicht sogar die eigene Marke schlecht machen. Als Konsequenz, so die Annahe der Internetpessimisten, verbreitet sich die üble Nachrede in Windeseile über die Grenzen der Comunity hinaus rund ums globale Dorf. Und landet schon wenig später bei der Googlesuche auf dem ersten Platz. Der Ruf, die Marke, die Credibility – alles hin.

Völliger Quark! Sagt zumindest die Agentur Komjuniti, die allerdings auch ihr Geld mit dem Aufbau von virtuellen Markengemeinschaften für Unternehmen verdient. Im Rahmen einer internationalen Studie meint diese jetzt rausgefunden zu haben, was alle diejenigen bereits wussten, die schon mal zu schreibfaul waren um in einem Forum auf dumme Sprüche/braune Propaganda/sexistische Hetze/billige Rechtschreibflames zu reagieren und dann erleichtert feststellten, dass sich dessen bereits zwei Dutzend andere User angenommen hatten:

„78 Prozent aller negativen Nachrichten wurden mit großem Interesse gelesen und über mehrere Tage verfolgt. Mehr als die Hälfte aller Leser haben die negativen Einträge kommentiert. 57 Prozent haben das negative Posting durch positive Einträge abgewehrt, 38 Prozent haben neutrale und schlichtende Einträge veröffentlicht und versucht die Kritik zu relativieren. Lediglich 5% haben die negativen Äußerungen unterstützt und versucht anzuheizen,“ so die Verfasser der Studie.

Um aus Prestigegründen mal gegen den Strom zu schwimmen verspricht kopfzeiler.org an dieser Stelle, böse Kommentare, die den obigen Beitrag verunglimpfen wollen, nicht zu kommentieren…

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