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Die soziale Welle bricht

Breaking the Waves
(Foto via Watch4u, Flickr)

In der Vorschau auf das Jahr 2008 schrieb ich vor anderthalb Monaten: “Watch out for new Web 2.0 efforts and for the first 2.0-business-ideas to crash. There is a bubble in the internet market, but it will still get bigger until it bursts.”
Nun, vielleicht wird die Blase auch nicht mehr größer. Just diese Woche diese Woche berichtet Business Week, dass die “Generation MySpace“ langsam die Nase voll hat. Die Social Networks erreichen bei weitem nicht mehr die Wachstumsraten, auch wegen eines erwachenden Datenschutz-Bewusstsein der Nutzer und ersten Anzeichen einsetzender Langeweile (es fehlen nicht zuletzt Applikationen, die langfristig Nutzen oder Spaß bringen).

Hinzu kommt, dass die Analysten das Potential für Werbung überschätzt zu haben scheinen. Zitat Business Week:

But the forecasts for torrid growth may prove unrealistic. Besides the slowing user growth and declining time spent on these sites, users appear to be growing less responsive to ads, according to several advertisers and online placement firms. If advertisers can’t figure out how to reverse these trends, social networking could end up as a niche market in the online ad world, smashing hopes and valuations across Silicon Valley.

Diejenigen der großen Player, die bereits genug User besitzen und Manpower und Kreativität zur Weiterentwicklung einsetzen, dürften zwar auch eine Phase der Stagnation mit einem blauen Auge überleben (Stichwort Wertbereinigung und Strategieänderung) – den zahlreichen Startups, die dahin geschludert wurden und auf das Geschäftsmodell “schnell weiterverkaufen, bevor alles platzt“ aufbauen, drohen hingegen dunkle Zeiten. Und das meiner Meinung nach absolut zu Recht – ich gehe sogar noch weiter und behaupte, alle auf Werbung aufgebauten Geschäftsmodelle sollten sich in Zeiten von Adblock Plus mittelfristig überlegen, ihre Strategie noch auf ein zweites Standbein zu stellen.

Über Facebook-Müdigkeit gibt es hier und hier etwas zu lesen, die Kritik an einigen deutschen Social Networks ist inzwischen so weit verbreitet, dass jeder selber suchen kann.

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