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Lob der Douglasie

Auch auf die Gefahr hin, dass hier das Biedermeier einzieht: Am Karfreitag darf der Kopfzeiler auch einmal über Bäume bloggen. Genauer gesagt über die Bäume der amerikanischen Pazifikküste, denen ich, ich gestehe es, bislang nur in botanischen Gärten begegnet bin (siehe Foto).
Bei den Wäldern des amerikanischen Nordwestens muss ich immer unvermittelt an David Lynchs Meisterwerk Twin Peaks denken, an Holzfällerhemden und von Schweigen umgebene Geheimnisse, an Akte-X und reale Psychos wie Ted Bundy

Ich glaube, es ist in der Seattle-Doku “Hype“ , in der das Mysteriöse des Nordwestens damit beschrieben wird, dass viele Schwerverbrecher auf der Flucht dort stranden, weil dies auf dem Weg nach Norden die letzte Versteckmöglichkeit vor der kanadischen Grenze ist – und die waldige Gegend genügend Plätze zum Unterschlupf bietet.

Ich glaube eher, dass es die Landschaft ist, welche die Menschen prägt. Wer kommt im Schatten von Zypressengewächsen wie den mächtigen Mammutbäumen, neben stolzen Fichten wie den Douglasien nicht auf die Idee, es etwas Anderes, Größeres, das sich hinter dem Wald und dem, was in ihm passiert, verbirgt? Ist in einer solchen Gegend die Flucht ins Übernatürliche oder Psychoide nicht zwangsläufig? Oder habe ich einfach nur zu viel Twin Peaks geguckt?

2 Gedanken zu „Lob der Douglasie“

  1. Keinesewegs hast Du zuviel Twin Peaks geschaut. Wobei mein Urteil weniger (um nicht zu sagen gar nicht) auf der Kenntniss von Twin Peaks beruht, als viel mehr auf der – ebenfalls nur aus der Ferne – Begeisterung für den Nordwesten.

    Wir sind hier nicht in Seatle, Dirk. Und gleich nebenan liegt Redmond. Washington State ist irgendwie der schwermütigere, ursprünglichere, naturverbundene, verregnete Bruder von Kalifornien. Seufz.

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