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Faith:No:More

Faith No More
Faith No More in sharpness

Als ich Faith No More das letzte Mal sah, war ich gerade ein paar Wochen volljährig. Es war auf einem Festival und das einzige Konzert in meinem Leben, bei dem ich zwei Menschen im Publikum tatsächlich Liebe machen sah (naja, die Hippie-Zeiten sind heutzutage eben vorbei). Das wirkte ein bisschen skurril zu dieser Musik, aber was solls.

Nun bin ich fast 30 und es gab ein Wiedersehen. Mit Faith No More, nicht dem Pärchen. Es hatte was von Generation-Crossover-Klassentreffen, Thirtysomethings, die jetzt wahrscheinlich Versicherungsvertreter, Barkeeper, Lehrerinnen oder Goldschmiede sind. Auf der Bühne fünf Herren, etwas reifer, aber nicht alt. Und was soll ich sagen: Die ersten Minuten dieses Konzerts gehören zu dem großartigsten, was ich in meiner persönlichen Musikgeschichte erlebt habe. Das sind sie wirklich, kein Fantomas, kein Harmful, kein Ozzy-Osbourne-Begleitmusiker. Und sie geben sich musikalisch keine Blöße, das tut gut.

Es hat etwas gedauert, aber ich habe es gelernt: Reunions müssen nicht immer peinlich sein (nicht, dass ich das bei FNM erwartet hätte). Dennoch habe ich zwei Wünsche: Keine weiteren Comeback-Touren (das nützt sich ab) und keine neue Platte (der Zeitgeist ist weiter gezogen).

Ein Gedanke zu „Faith:No:More“

  1. Pingback: hainkind

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