Zum Inhalt springen

Kleine Philosophie des Auf-die-Fresse-Fallens

Mensch rutscht auf einer Bananenschale aus

Nicht schon wieder (Foto: Purplemattfish, Flickr, CC)

Ich bin wahrscheinlich kein digitaler, aber inzwischen so etwas wie ein urbaner Nomade: Umzüge haben immerhin den Vorteil, dass man ständig mit neuen Mentalitäten konfrontiert wird. Dabei ist mir etwas an meiner Wahrnehmung aufgefallen: Wie sehr mir eine Gegend liegt, hat schlicht damit etwas zu tun, wie die Menschen dort (Vorsicht, subjektiver Eindruck) mit dem Auf-die-Fresse-Fallen umgehen. Nicht im wörtlichen Sinne, jeder, der das Leben kennt, weiß, wie ich es meine.

Deshalb hier die Auf-die-Fresse-Fallen-Philosophie ausgewähler deutscher Orte:

München: “Wir fallen nicht auf die Fresse.“
Berlin: “Klar fall ich auf die Fresse, aber das mach ich ja nur so nebenbei.“
Hamburg: “Auf die Fresse fallen, aber mit Haltung. Wenn keiner hinguckt und der Stehkragen unversehrt bleibt, merkt es niemand.“
Ruhrpott: “Wir alle fallen doch auf die Fresse, dauernd.“
Rheinland: “Falle mer held op de Fress, sulang mer widder huhkumme.“ (Klang eines Kölschglases beim Anstoßen vorstellen)
Franken: “Hingfallen, i könnd mi scho widder aufrech!“
Bonus – US-Ostküste: “Get up!“

Ergänzungsvorschläge nehme ich gerne entgegen.

7 Gedanken zu „Kleine Philosophie des Auf-die-Fresse-Fallens“

  1. Sehr schön. Ich liebe das Rheinland. 🙂

    Eventuell hätt‘ ich eine französische Variante:
    “Auf die Fresse fallen, ja, aber niemals auf kalten Beton. Immer nur auf leicht vorgewärmtes Kopfsteinpflaster.”

  2. @Konnexus: Dostojewski würde das lieben!

    @jo jmatic: Da ist was dran. Bei den Franzosen wäre ja nicht das Auf-die-Fresse-Fallen entscheidend, sondern die Art und Weise, wie man fällt…

  3. Frankfurt (Main): „Wenn wir auf die Fresse fallen – zahlt Ihr dafür“ Sorry, aber Fresse-Fallen ist so ein klasse Thema für Klischees

  4. Ein Kumpel hat mir deinen Webblog gerade empfohlen und dann hatte ich gedacht gucke ich doch einmal vorbei. Und ich muss sagen er gefaellt mir richtig gut, ich denke er koennte zu meinen Stamm Blogs dazu kommen bei denen ich regelmaeßigoft vorbei schaue.

  5. Pingback: kopfzeiler.org » Blog Archive » München, Deine Plakatkultur

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.