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Drei Merksätze im Zeitalter der Disruption

Disruption - thinking different than the rest. Vier Finger - Symbolbild.

Anders denken in Zeiten der Veränderung (Foto: Tsahi Levent-Levi, Flickr, CC BY 2.0).

A Great Disruption“ lautet der Titel einer der jüngsten Folgen der großartigen Sendung Peter Day’s World of Business, die zu meinen meistgeliebten Podcasts gehört.

Wer sich dafür interessiert, wie Unternehmen im 21. Jahrhundert mit Brüchen und Revolutionen in Märkten und Branchen umgehen müssen, sollte die 26 Minuten Hörzeit investieren. Disruption findet nicht über Nacht statt und sie betrifft durch die Entwicklung des Internets und den Umbau der Energie-Infrastruktur viel mehr Bereiche, als wir derzeit noch erahnen. Auf sie zu reagieren oder sie für die Verwirklichung eigener Ideen zu nutzen, bedeutet eine Veränderung der Unternehmenskultur. Diese drei Leitfäden zum Umgang mit Disruption habe ich aus der Sendung quasi „herausdestilliert“.

1. Be part of a listening company

Wer nicht auf seine Kunden hört, hat keine Chance. Was eigentlich eine Selbstverständlichkeit ist, setzt mit all der inhärenten Konsequenz fast niemand um. Der Einsatz von Social Media in Unternehmen ist gerade einmal der Anfang einer Symbiose, die weiter gehen wird als alles, was wir uns bislang vorstellen konnten. Ich behaupte: Wer nicht in einem Unternehmen arbeitet, das sich wirklich um das Feedback und die Ideen seiner Kunden kümmert, ihnen auf Augenhöhe begegnet, sollte sich schnellstmöglichst nach Alternativen umsehen.

2. Moving upmarket ist not a solution

Erfolgreiche Firmen sollten sich von Newcomern nicht mit Tunnelblick auf Profite Upmarket drängen lassen. Als Beispiel für eine solche Fehlreaktion wird im Podcast die amerikanische Autoindustrie genannt, die Toyotas Erfolg bei Kleinwagen zum Anlass nahm, sich aus diesem Segment zurückzuziehen und auf den Verkauf großer Autos zu setzen. Mit der Folge, dass die Branche inzwischen auch Upmarket kaum noch Autos verkauft – unter anderem, weil Toyota mit Hilfe der Gewinne aus dem Kleinwagen-Segment inzwischen selbst dort eingestiegen ist. Ich würde die Strategie nicht als generelle Losung verstehen, wer allerdings zum Beispiel in der Medienbranche glaubt, dass Preiserhöhungen beim Printprodukt oder schlichte Verknappungen durch uninspirierte Paywalls die Umsätze retten, wird sich täuschen.

3. Die Hippo-Methode funktioniert nicht mehr

Wenn es um Produktentwicklungen und sogar strategische Entscheidungen geht, zählt letztlich immer noch „The Highest Paid Person’s Opinion“, kurz Hippo. Der Chef entscheidet in vielen Fällen ganz alleine über Produkte, Projekte und Strategien. Im Podcast wird das Beispiel genannt, dass in vielen Fällen sogar die Partner des Hippos zuhause über Entwürfe entscheiden. Weder das Hippo, noch sein Umfeld haben jedoch in der Regel genügend Wissen, um sie entsprechend zu bewerten. Die Ergebnisse sind häufig entsprechend – ein Grund, weshalb die Zeit des Einzelkämpfer-Chefs vorbei sind (was man in immer mehr Unternehmen auch erkannt hat).

Ein Gedanke zu „Drei Merksätze im Zeitalter der Disruption“

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