Journalismus (1/16): Bootstrap Plus

My Nemesis

That word “scale.” I have since revised that word into a phrase, “scale for scale sake” because that is what it is really about, investor-driven frenzy to prove out a model that may ultimately eat itself. Ad blocking, platform dependence, clickbait, every trouble media is in today is a result of this quest of scale for scale sake. We fucked ourselves as an industry.

Rafat Ali, Chef und Mitgründer des Reisebranchen-Mediums Skift.

Ali hat einen Lagebereicht über seine Firma geschrieben, den ich sehr empfehlen kann. Skift nahm Risikokapital auf und tat sich danach schwer, eine Series A zu finanzieren. Das Wachstum zeigte nicht den berühmten Hockey-Stock und so erzählte man den Investoren, man werde nun ein – natürlich skalierendes – Datenanalyse-Geschäft aufziehen, das x-fache Erträge verspricht.

Irgendwann besann sich die Firma darauf, dass sie weder die Kapazitäten hatte, noch Interesse. Und blies die Runde ab, um sich darauf zu konzentrieren, Geld zu verdienen. „Bootstrap+“ nennt er das: Investorengelder in der Frühphase, um im Markt einzusteigen, danach aber selbstversorgend ohne weitere Runden wachsen.

Es ist ein logisches Modell. 2016 werden in den USA die weitere neue Wachstumsmedien ernste Probleme bekommen. Wenn sie Funding benötigen, wird es sehr schwer (Trost: Unterschlupf durch Übernahme werden jene Medienfirmen bieten, die ohnehin bereits investiert haben). Das Springer-Investment in Business Insider wird nicht als Anfang einer neuen Ära gelten, sondern als kluger Blodget-Deal auf dem Höhepunkt der Markterwartungen. Genau deshalb sind Kernfragen (Wert für die Kunden, USP, Geschäftsmodell-Mischung, etc.) sehr viel wichtiger als Wachstumskennzahlen. Auch darüber steht einiges in dem Posting.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.