Youtube, Wikipedia und Outsourcing

YouTube Is Realizing It May Be Bad for All of Us

Youtube verlinkt unter Videos künftig auf Wikipedia, um Verschwörungstheorien zu entkräften. Was absehbar zu neuen Edit-Wars führen wird, wenn auch die Wiki-Zugriffspolitik auf Artikel inzwischen recht ausgefeilt ist (die Wikimedia hatte Google nicht einmal über ihre neue Policy informiert). Aber die Frage ist sowieso, ob überhaupt jemand die Links wahrnimmt oder sich vom Gegenteil überzeugen lässt.

Sowohl Facebook als auch Youtube wirken hilflos in ihren Versuchen, die redaktionelle Verantwortung von sich weisen zu können und gleichzeitig halbwegs sinnvoll einer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht zu werden (oder zumindest den Eindruck zu erwecken). Dass Google jetzt dafür auf ein von freiwilliger Arbeit der Wikipedia-Community zurückgreift, signalisiert eine große Abstumpfung gegenüber dem Eindruck, den Big Tech gerade hinterlässt.

3 Gedanken zu „<span class='p-name'>Youtube, Wikipedia und Outsourcing</span>“

  1. Unangenehme Entwicklung, die hier offenbar wird: Soziale Defizite sollen mit technischen Mitteln abgefangen oder wenigstens gelindert werden. Irgendwie scheint mir das von »sapere aude« ganz weit weg.

  2. @Stefan: Das wird auch maschinell gemacht. Deswegen landen Verschwörungstheorien zu Schul-Massakern schon 45 Minuten nach der Tat auf der Startseite oder ziemlich gespenstische Zeichentrickfilme über Tagging in der Kinder-Playlist (zuletzt auch Verschwörungstheorien auf Youtube Kids). https://www.theverge.com/culture/2017/11/21/16685874/kids-youtube-video-elsagate-creepiness-psychology Google will es nur technologisch lösen und kommt deshalb von Problem zu Problem.

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