Notizen aus dem Anthropozän

The End of Winter

Es gibt inzwischen eine ganze Gattung von Anthropozän-Literatur, die bereits eine melancholische Perspektive auf das Ende der Natur, wie wir sie kennen, einnimmt. Bücher wie Roger Scrantons „Learning To Die In The Anthropocene“ haben dabei schon etwas von zivilisatorischer Palliativtherapie; andere, wie Craig Childs‘ „Apocalyptic Planet“ (ein Buch, das mir sehr am Herzen liegt), setzen die Veränderungen in den Kontext planetarischer Zeitläufte. Unser Planet ist ständiges Sein, Vergehen und Werden, mit oder ohne Menschen.

Der Komponist John Luther Adams hat den Großteil seines Lebens in Alaska verbracht. Er fügt im New Yorker diesem Genre ein kleines, berührendes Stück hinzu.

„Für mich, wie für viele andere, war Alaska die Geographie der Hoffnung – der letzte große unberührte Ort in Nordamerika. Aber nun, innerhalb weniger Jahrzehnte, ist es zu einem der am meisten bedrohten Orte einer immer stärker bedrohten Erde geworden. Einige sehen vielversprechende Gelegenheiten für Wohlstand in einer eisfreien Arktis. Aber wenn das Eis verschwindet und das Wasser steigt – was wird den Platz der Arktis in der menschlichen Vorstellungskraft einnehmen?“

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