Schwimmen, aber worin

The Communal Mind

Patricia Lockwood mit einem Essay über ihre Reisen durch das Internet. Essay trifft es nur insoweit, wie Naked Lunch ohne Protagonisten ein Essay sein könnte.

„Warum schrieben wir jetzt alle so? Weil eine neue Art von Verbindung zustande kommen musste – und Blinzeln, Synapse, ein kleiner Raum dazwischen war die einzige Möglichkeit, das zu schaffen. Oder weil, und das machte mehr Angst, das Portal es war, das so schrieb.

Sogar ein Schwall ernst formulierter Artikel mit dem Titel ‚Rate mal: Tech hat ein Ethikproblem‘ sorgte nicht dafür, dass Tech das Ethikproblem verkleinerte. Oh Mann. Wenn DAS es nicht schaffte, was dann?

Wir machten uns zunehmend Sorgen wegen dieses neuen Sinns für Humor. Anders als der alte Humor, der sich vor allem darum drehte, warum Schwarze und Weiße unterschiedlich Auto fuhren. War dieser neue Sinn für Humor nicht etwas beliebig? Die lustigste Sache war jetzt offensichtlich eine Werbeparodie über ein Produkt, das niemals existieren könnte. Und wie sollten wir darüber lachen können, wenn der Gedanke an ein Produkt, das nicht existieren kann, uns so unglücklich machte?“

Der Auszug wird der Gesamtheit nicht gerecht. Respekt an die London Review of Books. Auch so lässt sich eine Perspektive auf das Internet entwickeln. Vielleicht ist es die einzige Art, eine Perspektive auf das Internet zu entwickeln.

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