Dr. John

Irgendwann vor anderthalb Jahren zog sich Mac John Rebennack aus der Öffentlichkeit in New Orleans zurück. Aus seinem Umfeld hieß es wohl zuletzt, dass er an einer jener unheilbaren Krankheiten leide, die sich mit dem Alter oft einstellen. Am Donnerstag ist der Mann, der als Dr. John bekannt war, an einem Herzinfarkt gestorben.

Mit ihm wird eine Generation von Musikern weiter dezimiert, die weit außerhalb der Stadt bekannt war, aber weiterhin dort lebte. Allen Toussaint, Fats Domino, für Feinschmecker Ernie K-Doe, schon vor langer Zeit Professor Longhair. The Meters leben noch, Irma Thomas, Kermit Ruffins, Randy Newman (der allerdings schon lange wieder in Kalifornien wohnt). Und natürlich kommt immer eine neue Generation nach, von der allerdings nur Trombone Shorty einem größeren Publikum halbwegs bekannt ist. Jon Batist oder (speaking of Rap) Lil Wayne leben längst woanders, weil New Orleans zu klein ist, um von dort aus groß zu werden.

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