Ende der flachen Welt

Farewell, Flat World

„Die Dinge haben sich erneut verändert: von immateriellen Ivestitionen über digitale Netzwerke bis zum Finanzwesen und Wechselkursen wird immer klarer, dass die Veränderungen in der globalen Weltwirtschaft die Zentralität zurückgebracht haben. Die Welt, die aus diesen Faktoren erwächst, sieht nicht mehr flach aus – sondern dornenartig.“

Der Ökonom Jean Pisani-Ferry spielt mit der flachen Welt natürlich auf Thomas Friedmans Optimistenwerk an. Der Franzose argumentiert, dass die globalen Wechselbeziehungen asymmetrischer geworden sind. Zum Beispiel durch die Digitalökonomie, die Wertschöpfung und Wertzuteilung auf wenige Knotenpunkte konzentriert. Ohnehin ist das Bild der Knotenpunkte seine zentrale Metapher: Wer die Knotenpunkte kontrolliert, kontrolliert das Netzwerk – wie jetzt die USA im Konflikt mit Iran im Kontext Zahlungswesen beweisen. Oder in der Huawei-Kontroverse, wo der US-Konzern Google mit Android einen Techik-Knotenpunkt verwaltet.

Aus diesen Entwicklungen folgt für Pisani-Ferry: „Eine neue Welt entsteht, in der Ökonomie deutlich schwerer von der Geopolitik auseinanderzuhalten ist.“

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