Die Ordnung des Internets

We’re Stuck With the Tech Giants

„Ein Resultat ist, dass die größten Firmen im westlichen Tech-Sektor nicht auf das Internet aufsetzen, sondern vielmehr ein Synonym dafür geworden sind.

Der Aufstieg von TikTok, der Social-App mit chinesischen Eigentümern, ist ein Schulbeispiel für die Folgen dieser Ordnung: Bei beiläufiger Betrachtung sieht es so aus, als sei die App im Stile einer viralen Sensation durch die Decke gegangen. Aber in Wahrheit fand sie viele ihrer Nutzer mit Hilfe einer Werbekampagne, die in einem einzigen Jahr mehrere Hundert Millionen Dollar kostete – und von der das meiste direkt in die Kassen der amerikanischen Social-Media-Riesen floss, die nominell TikToks Wettbewerber sind, aber eben auch die Torwächter, die Zutritt zu einem unglaublich großen Publikum gewähren können.

Oder fragt bei Netflix nach, der führenden Videostreaming-Firma in den USA, eine jener Firmen, die selbst als Supermacht gelten könnte, würde sie nicht „fast alle Rechenkraft und Speicherbedürfnisse“, so Amazon, an Amazon auslagern – jenes Amazon, das selbst einen Videostreaming-Dienst hat, mit Dutzenden von Millionen Nutzern und Regale voller Unterhaltungsbranchen-Preisen.“

1 Gedanke zu „Die Ordnung des Internets“

  1. Wir sollten alle vorsichtig mit Marketing-Material sein. Netflix, wie Google, und andere große Anbieter von bandbreiten-intensiven Diensten, investiert massiv in Kapazitäten zur Bereitstellung unserer Katzenvideos (oder Stranger Things). Dieser Teil ist mitnichten bei Amazon. Wer irgendwo auf Youtube einen Film schaut, holt die Datenmassen meistens bei seinem lokalen Internetprovider ab – anders ist ruckelfreier Filmgenuss ein Kunststück. Und _das_ war lange Zeit mal ein Thema in der Netzneutralitätsdebatte – kann sich ein Internetanbieter heute leisten, wenn Youtube, Disney+, Netflix bei ihm ruckelt?

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