Microblog – Mittwoch, 22. Januar 2020

Frischeste Beiträge oben.

RIP, Terry Jones 2014 war ich bei der Kino-Liveübertragung der Python-Liveshow aus London, an einem Sonntagmorgen mit einer Handvoll anderer Kalifornier. Es war nostalgisch und damals schon klar, dass das mit den Reunion-Gigs nicht so weitergehen wird. Zumal ja eigentlich alle das wegen des Geldes machten. So isses ja dann auch gekommen. Terry Jones wird mir auch mit einem Foto in Erinnerung bleiben, auf dem er in Frauenmontur über eine Mauer steigt. Das war glaube ich aus den Flying-Circus-Drehbüchern und meine Band damals hat das Motiv mal als Konzertflyer verwendet.

Online-Glücksspiele: Zentrale Aufsichtsbehörde ist richtig und notwendig Mein Kommentar @DLF.

Clearview AI, the Problem with Scraping, Tradeoffs ($) Um die Angelegenheit sachlich zu bleiben: Ein Startup sammelt im Web verfügbare Social-Media-Informationen inklusive Bilder (offenbar nicht mal über irgendeine Absaug-API). Danach nutzt es einen Matching-Algo und verkauft es an verzweifelte Polizeibehörden. Ethische Überschreitung also, Marketing und Technologie, die langsam in den Alltag wandert. Schon gruselig. Zwei Fragen: 1. Gibt es jetzt Klagemöglichkeiten und werden die Plattformen diese Möglichkeiten wahrnehmen? 2. Gäbe es irgendetwas, das Clearview daran hindern würde, den Dienst jetzt auch normalen Amerikanern anzubieten?

From Manchester to Barcelona Ben Tarnoff in Logic über Digitaltechnologie als Fortsetzung (oder Vollendung?) des Kapitalismus mit neuen Mitteln: Ausdifferenzierung und Ungleichheit bei der (oft kostenlosen) Wertschöpfung findet nun über Datenbanken statt. Am Ende kommt er bei einer Vergemeinschaftung an, was jetzt nicht die originellste Herangehensweise ist. Aber die Perspektive, Technologie als ein eingebettetes Werkzeug zu sehen, nicht als eigenständige Macht, ist der richtige Ansatz. Das Verharren in flachen Schreckgespenst-Diskussionen ist sinnlos.

Australia: The Fires and Our Future Die australischen Waldbrände verschwinden langsam aus den Schlagzeilen. Dieses Essay ist eine gute Gelegenheit, die Zusammenhänge zu Australiens Klima(politik) noch einmal kompakt nachzulesen.

Über Neid Aus einer aktuellen Rezension von Helmut Schoecks „Der Neid und die Gesellschaft“: „Neid ist ewig und allgegenwärtig. Das liegt daran, dass Neid einer dieser wenigen Untugenden ist, die weder aus einem Übermaß an Tugend entsteht, noch aus einem Mangel. Feigheit und Rücksichtslosigkeit sind beispielsweise ein Mangel und einem Übermaß der Tugend Mut. Die Literatur, die die Rationalität und den Wert von Emotionen verteidigt, schließt in der Regel Neid aus – diese Eigenschaft ist unkorrigierbar.“

Zustimmung bleibt, Widerspruch wird abgelehnt Nachgereicht zum Organspendethema aus der vergangenen Woche: Der immer gründliche Stefan Sell mit einem Blick auf den europäischen Vergleich und die Arbeitsabläufe in deutschen Kliniken, die auch zu den niedrigen Zahlen beitragen.

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