Oligopole bei der Arbeit

Alles für den Bonus: Insider verraten, mit welchen dubiosen Methoden Vodafone-Mitarbeiter Verträge erschleichen

Das sei hier nur fürs Protokoll notiert: Der Blick auf diverse Kundenbewertungsportale legt nahe, dass es sich lohnen würde, eine journalistische Online-Seite nur mit Berichten über Abzocke und Versagen von Vodafone, Telekom und O2 aufzumachen. Schon meine eigenen Erfahrungen aus einem Jahr zurück in Deutschland würden Seiten füllen (untergeschobener Mobilfunk-Vertrag; kaputte Seiten bei wichtigen Menü-Funktionen; regelmäßige Qualitätsprobleme; Telefon-Hotlines mit Sprach-Pfaden, an deren Ende stets „Vielen Dank für ihren Anruf“ und Auflegen steht, Problemdiagnostik-Unfähigkeit und Verantwortungsdelegation ins Nirwana etc.). Mal abgesehen davon, dass die Consumer-Anwendungen in den meisten Fällen gruselig programmiert und buggy sind.

Dabei bin ich noch jemand, der so ungefähr weiß, wie die Technik auf den ersten Ebenen funktioniert. Gruselig, das alles, und eine direkte Folge der Oligopol-Struktur. Lustigerweise erinnere ich mich noch an das unendliche Kundenhotline-Leid in den USA mit den blöden Sprachbefehlen. Und ich dachte damals noch: Ob das mal in Deutschland so wird? Naiv, ich weiß, und bei den Amis kam man zumindest tatsächlich irgendwo irgendwann mal bei einem Menschen raus.

Normalerweise würde man von „Firmen von gestern“ sprechen, aber die werden das beim B2C-Geschäft ja einfach durchziehen in den nächsten Jahrzehnten…

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