Modellierungen

Einige RKI-Modelle lagen offenbar bei den Prognosen zum Infektionsgeschehen völlig daneben. Hier gibt es erste Erklärungsversuche. In den Modellen unterschätzte Saisonalität und ein recht schwankender (und inzwischen niedriger) R-Wert könnten Faktoren sein, erhöhte Vorsicht ebenso. Besondere Veränderungen der Vorschriften hatte es bis zur Bundesnotbremse zuletzt nicht gegeben, die gilt aber erst seit einer Woche. Sie verantwortlich zu machen, ist unseriös.

Die Lage ist also unübersichtlich, wäre aber ein guter Anlass für eine größere Analyse, was falsch lief und wie seriös und weit man überhaupt das Infektionsgeschehen berechnen kann. Denn immerhin haben diese Prognosen die öffentliche Debatte maßgeblich mitbestimmt.

Ob das Ergebnis dieser Analyse dann jemanden interessieren würde, ist allerdings nicht gesagt. Denn längst suchen sich die ideologisierteren (und damit besonders lautstarken) Akteure in der Debatte das aus, was in ihr Weltbild passt und verarbeiten es zu Infomüll.

P.S. Für die Modelle wäre es sicher hilfreich gewesen, einen aktuellen Überblick über Details des Infektionsgeschehens zu haben. Die entsprechenden Daten fehlen aber, wie Jan-Martin Wiarda aufzeigt. Und auch hier macht das RKI keine gute Figur.

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