Kazuo Ishiguros Roman erzählt die Geschichte einer humanoiden Roboterin, die als Begleiterin für ein Mädchen fungiert. Nebenbei ist es in meinen Augen auch ein Buch über die Entstehung von Religionen. Vor allem aber dreht es sich um das menschlich-maschinelle Verhältnis.
Bei mir zog sich durch diese Lektüre eine gewisse Traurigkeit, die ich schon vom Anfang der ersten Staffel von West World kenne (wo das Thema recht holzhammermäßig bearbeitet wird). Das Bewusstsein darüber, wie wir Menschen mit „dem Anderen“ umgehen, seien es andere Lebewesen, andere Menschen oder eben irgendwann einmal bewusste Maschinen.
Das ist Anthropomorphismus galore, klar. Aber Ishiguro selbst hat es in einer Veranstaltung zur Buchvorstellung ganz gut mit einem Gedanken eingekreist: „There is something very cruel about the human condition.“