Teslas kleines Erfolgsgeheimnis

Ich beschäftige mich nur am Rande mit Tesla. Komplizierte Themen mit überproportional viel Infomüll und Marketing habe ich schon genug am Hals.

Was ich wusste: Dass Tesla stark von den Weichenstellungen der Obama-Regierung profitiert hat, konkret von einem Darlehen in Höhe von 460 Millionen Dollar, das Tesla als klimafreundliche Firma bekam. Das war im Rahmen des Konjunkturprogramms, um 2009 aus der Wirtschaftskrise zu kommen.

Was ich nicht wusste: Dass Tesla im Jahr 2020 eigentlich Verlust geschrieben hätte, würde es nicht vom CO2-Zertifikatehandel in der amerikanischen Autobranche profitieren. Ein Leserbrief aus dem aktuellen Economist:

„The dirty secret behind Tesla’s success is clean credits. Several states now require carmakers to sell a fixed percentage of zero-emission vehicles. Since most fall short, they must buy regulatory credits from companies like Tesla. In fact, without such credit sales, Tesla would have posted a net loss instead of a profit in 2020. Profits could depend less on car sales and more on credit sales.“

12 Bundesstaaten haben entsprechende Regeln. Ob das Grund ist, Tesla zu shorten, kann ich nicht beurteilen.

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2 Gedanken zu „Teslas kleines Erfolgsgeheimnis“

  1. Mir war das natürlich bekannt, hab davon ein paar mal bei den Mikrooekonomen erzählt. Im Endeffekt ist der Gewinn von Tesla seit einigen Quartalen ungefähr so hoch wie die Einnahmen durch die Zertiifkatsverkäufe (die es übrigens auch in der EU in ähnlicher Form gibt. Da haben 2020 FiatChrysler und Tesla ihre Flotten „gepoolt“, sprich jeder Tesla galt in der EU als Teil der Flotte von FiatChrysler. FiatChrysler hatte halt zu viele spritfresser, Tesla-E-Autos hingegen gelten als Null-Gramm-CO2-Autos. Dafür musste FiatChrysler Tesla Geld bezahlen.
    Der Deal ist jetzt Vergangenheit, FiatChrysler und Peugeot-Citroën sind jetzt Stellantis und die haben jetzt selber ausreichend viele E-Autos.

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