Das immerwährende Jetzt

Mick Fealty hat drüben etwas über irische Politik gebloggt, es geht um den Nordirland-Konflikt, aber auch um das immerwährende Jetzt. Genauer: Um die Echtzeit-Perspektive auf die Welt, die in Kombination mit dem Performativen, das inzwischen Politik und politische Berichterstattung/Meinungsäußerung dominiert, unseren Diskurs verändert hat. Nicht zum Guten natürlich, das ist hier ja ebenfalls immer wieder Thema. Das immerwährende Jetzt, die Darbietung ohne Kontext, Reflexion und geschichtliche Anknüpfungspunkte oder Erinnerung; das fortgesetzte Vergessen, das daraus resultiert: Sollten wir einmal einen Nachruf auf unsere Demokratien schreiben müssen, Stand 2021 wäre genau hier der Unfall- und Tathergang abzuleiten.

(via John Naughton)

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