Die Kreuzberger Konzertkasse Koka36 meldet Insolvenz an und hat schon vor einigen Tagen zugemacht. Das ist ziemlich traurig, denn damit geht ein Stück Oranienstraßen-Institution. Der Eigentümer und Gründer war schon im November gestorben.

Ich bin lange noch zur Koka gegangen, um zumindest für einige Konzerte Tickets zu holen. Das Problem war nur, dass es kompliziert wurde, wenn ein Gig ohne Nachholtermin ausfiel. Dann musste man mit seinem Papierticket rüber nach Kreuzberg, um sein Geld zurückzuholen. Dann gab es noch Besonderheiten, die nicht mehr so richtig in die moderne Welt passten: Im Laden selbst konnte man nur mit EC-Karte oder bar zahlen, nicht mit Kreditkarte. Online konnte man glaube ich keine Tickets zur Abholung kaufen, sondern sie nur für ein paar Tage reservieren, um sie dann im Laden abzuholen und vor Ort zu bezahlen. Und sich Standard-Papiertickets innerhalb Berlins gegen Aufschlag schicken zu lassen, ergibt ja auch schon länger keinen Sinn mehr.

Kurz: Irgendwann, das muss so vor zwei Jahren gewesen sein, bin ich dann nicht mehr hingegangen. Auch, weil man bei vielen guten Berliner Konzerten inzwischen relativ fix sein muss, um Tickets zu bekommen – und das geht halt nur online.

Irgendwann sind dann offensichtlich auch die anderen nicht mehr hingegangen.

Das Team war immer super nett und für einen Plausch zu haben. Ich hoffe, sie finden was Gutes!