Guten Morgen! „Another day in paradise“ trifft es nicht ganz, aber mit 22 Grad Höchsttemperatur kann ich sehr gut leben.

Rivva-Update: Frank hat Rivva Nutzerkonten verpasst, was ich natürlich sehr schön finde (vor allem, weil ich nichts davon mitbekommen hatte und dann als Unterstützer plötzlich eine Einladungsmail im Postfach hatte). Hier trage ich natürlich Eulen nach Athen, aber: Rivva unterstützen, bitte!

Feedreader-Bookmark: Supercut.org „A tightly-edited video remix compiling short clips around a theme, often a word, phrase, or trope from film and TV. Supercut.org is a searchable collection of the video remix meme.“ Bin über einen Schnitt darauf gestoßen, der alle Szenen von „Ritter der Kokosnuss“ alphabetisch angeordnet hatte.

Acht Milliarden Agenten für… Marktforschung? Gerade wird in amerikanischen Tech-Kreisen MatrAIx herumgereicht. Die Idee des Projects von Harvard und MIT: Eine Datenbank mit 8,3 Milliarden Persona-Datensätzen, beschrieben über 1.290 kategoriale Dimensionen. Zitat: „8B was constructed using a sophisticated dependency graph that preserves realistic correlations between attributes. Some records are synthetically generated while others are carefully extracted and grounded in real human data from biographies, reviews, surveys, and consented self-reports.“ Synthetische Marktforschung, quasi. Das ist wild.

Was unsere Augen schädigen kann: (1) Am Mittwoch direkt in die Sonnenfinsternis gucken (2) Beim nächtlichen Blick durch das Teleskop zufällig in die Weltraumspiegel-Satellitenkonstellation gucken, die die FCC in den USA gerade genehmigt hat.

KI redet über KI-Ethik: Ich probiere gerade „Studio“ von Spotify aus, ein Desktop-Programm, mit dem man KI-generierte Alltagspodcasts erstellen lassen kann, die dann im eigenen Spotify-Feed auftauchen. In meinem Fall wollte ich meinen RSS-Feed zur Verfügung stellen, um daraus ein morgendliches Briefing generieren zu lassen. Das hat nicht so richtig geklappt, stattdessen nimmt es jetzt zufällig ausgewählte Quellen aus dem RSS-Material (aus irgendwelchen Gründen zwei Drittel Netzpolitik). Wie dem auch sei: Beim ersten Durchhören auf dem Weg zu einem Termin vorhin ging es um diesen Aeon-Artikel über die Frage, ob es nicht ein afrikanisches KI-Modell auf Basis der Ubuntu-Ethik bräuchte, das sich an Gemeinwohl statt individueller Selbstverwirklichung orientiert. Und dann kam es mir in den Sinn, dass das ziemlich 2026 ist: In seinen kabellosen Kopfhörern einen individuell-generierten und doch generischen KI-Podcast zu hören, in dem es um die Tatsache geht, dass unsere westliche Art der KI-Entwicklung vielleicht völlig in die falsche Richtung geht (zum Beispiel in die Richtung, einen – so ich in Gedanken ergänzend – Quatsch wie individuelle synthetische Spotify-Podcasts anzubieten).