Guten Morgen aus dem Spätsommer! I’m looking for contentment, mostly Jack Mulholland und David Attenborough(via) Die Wut-Verkäufer gewinnen: Der Wahlsonntag in Sachsen-Anhalt wird absehbar ein historisches Datum sein. Unabhängig von der Frage nach absoluter oder relativer Mehrheit lässt sich ein Trend erkennen: Die Wut-Verkäufer gewinnen. Weil die bisherige Politik nur noch selten Lösungen für die wachsende Komplexität findet und jede unerwartete Bewegung auf der Lösungssuche skandalisiert wird. Und selbst die Lösungen werden selten als solche anerkannt, weil ein Ökosystem für Empörung existiert, das Wut und Aufregung incentiviert. Der Marktplatz, der im Zeitalter der „neuen Oralität“ entstanden ist, begünstigt das „Dagegen“, das „Anti“ und das Bekenntnis zur Kompromisslosigkeit. Neue Einfachheit trifft auf wachsende Komplexität, das Resultat wird unerfreulich sein. Es gibt noch gute Nachrichten: Die Zahl der täglich aktiven X-Nutzer in Europa hat sich Firmenangaben zufolge seit November 2023 fast halbiert.
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Situation und Konstellation „Wenn heute mitunter beklagt wird, die „Woke Generation“ erwarte Anerkennung oder Wertschätzung nicht für ihr tatsächliches Handeln (etwa für ihren Einsatz für die indigenen Völker Nordamerikas), sondern für ihre plakatierten moralischen Ideale, so liegt die Ursache dafür vielleicht weniger in ihrem angeblichen Narzissmus, als vielmehr darin, dass die politische Kultur der Gegenwart die Moral von der Handlungs- auf die Vollzugsebene verschoben hat: Eine vollziehende Tätigkeit – das Ausführen von Vorgaben und das Einhalten von Regeln – macht uns nicht zu anerkennungswürdigen Akteuren. Wir müssen unsere moralische Tugendhaftigkeit vielmehr durch das Einfordern von Regeln unter Beweis stellen.“ Aus Hartmut Rosa: Situation und Konstellation. Vom Verschwinden des Spielraums. (Kapitel VI).
Was ist mit dem Kühlschrank los? Aus der Reihe Anekdoten aus dem Permaweird. #GuterSong Apocryphally, there was once a meeting between Nikita Khruschev and Zhou Enlai, at which things got tetchy over disagreements about the direction of international socialism. According to the myth, Khruschev said “I now understand our problem – you are a descendant of feudal mandarins, while I am the son of coal miners. We cannot communicate, we have nothing in common”. Zhou replied calmly “Perhaps we do; we are both traitors to our class”. History doesn’t seem to record what Khruschev said next, but I like to believe it was something like “fuck off”. When the noted playwright George Bernard Shaw sent him two tickets to the opening night of his new play with a note that read: “Bring a friend, if you have one,” Churchill, not to be outdone, promptly wired back: “You and your play can go fuck yourselves.” (via) Kein Illich @ 100 Leider hat mein Mitorganisator (und Host) des Illich-Treffens übermorgen mit Notfällen zu kämpfen, mangels gangbarer Alternativpläne habe ich das Treffen deshalb schweren Herzens abgesagt. Es hatten sich zwar nur ein halbes Dutzend Menschen angekündigt, aber es ist trotzdem äußerst schade.

Liveticker anderswo (ich weiß ja auch nicht…)
Produktionsnihilismus, der: „Gen Z has become indifferent to what kind of work they do and where they earn it, a phenomenon economist Alice Lassman calls “production nihilism.” Instead of grinding toward future stability that may never come, young people are chasing immediate payouts and autonomy through “portfolio careers,” which could mean training AI, running YouTube channels, selling crafts on Etsy, or anything else you could reasonably imagine. Long-term goals increasingly feel “foreclosed,” which explains why more than half of Gen Z now have side hustles.“ Aus einem Newsletter zu diesem Artikel. Hier gibt es noch ein paar Sachen zu tun – ich wünsche aber trotzdem schon einmal eine gute Nacht!
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